Fondkopfstützen am C107

Achtung, nur für Hardcore-Schrauber, die weder Blitz noch Donner scheuen und ebay zu Ihrem Verbündeten machen ….. Zu Beginn stand die Idee, Kopfstützen in den Fond des 81 er SLC´s zu integrieren. Dieses Vorhaben wurde schon an diversen C123 durchgeführt. Bei denen gibt es von DC Teile, da zu Lebzeiten Fondkopfstützen als SA angeboten wurde. Beim C107 war es nie ein Thema, leider. Diese Tatsache macht die Sache mal wieder interessant ….

Von der Idee bis zur Fertigstellung hat es dann doch ca. 6 Monate gedauert. Zwar nicht wegen der Technik, sondern Weihnachten und klein EVA (hey, leer doch mal die Windel aus …). Auf der Haben – Seite stand eine Rückbank in blau Velour, neuwertig und diverse Kopfstützen vom W123 in unterschiedlichen Farben und die Idee. Auf der Soll – Seite stand eine Rückbank zum Umbauen, Kopfstützen in blau Velour und die Mechanik zum Befestigen der Kopfstützen. Durch Zufall entdeckte ich bei einem Sammler aus dem Münchener Westen eine Rückbank in blau Velours für den SLC. Zustand gut. Im ebay Stammkunde auf der Suche nach Kopfstützen, bzw. Bezüge. Aus Berlin kam eine Frechheit von Kopfstütze vom SLC vorne mit Ohren, braucht jemand welche?

Per Zufall war vom W123 eine zu verkaufen. W123 und W107 sind ja baugleich und W123 sind für den Umbau notwendig. Diese haben längere Stützen, und nur damit funktioniert es. Eine ist besser als keine, also reingeklinkt. 3, 2, 1 meins. Per Zufall hat der Verkäufer dann sogar die 2 Kopfstütze gefunden. „Was Du zahlen? Was letzter Preis?“ Die Dinger waren unter einem Schonbezug, daher absolut neuwertig. Glück gehabt. Also los geht´s! Die Rückbank im SLC schmiegt sich sehr eng um den Tank herum, ist schlecht, da man eigentlich keinen Platz hat, um was zu integrieren. Die Mechanik musste ich mir ausdenken.

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Die Durchführungen durch den Polsterstoff sind die Teile vom W123 Fond. Gibt es bei DC, Oberteil und Unterteil kosten ca. 4 Euro insgesamt. Auf dem Foto eingebaut zu sehen. Als Führung für die Kopfstützen habe ich Kunststoffdrehteile angefertigt, die im Durchmesser innen den Kopfstützenstangen von 12 mm entsprach, außen mit einem Absatz. Diese „Führungsrollen“ habe ich mit Alublech an die Alustruktur geschraubt.

Der Absatz dient dazu, dass mittels Formschluß die Rolle nicht abrutscht. Dies wäre fatal, die Kopfstütze hat keinen Halt mehr. Die Alustruktur habe ich aus 3mm Alublech entsprechend der Kontur der Mittleren Stütze angefertigt. An der Alustruktur habe ich Blechmuttern eingeklippst um mittels Blechschrauben 4,8×13 alles zu verschrauben. Beide Streben wurden mit einem Querblech entsprechend dem Abstand der Kopfstützenstangen (115mm) verbunden.

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Nun entsprechend der Sitzfläche der Rückbank ausgemittelt und eingeschraubt. Nun mit 12mm Stangen von unten durch die 2 Kunststoffrollen gepeilt und von innen das Polster angezeichnet. Damit konnte ich fluchtend (und fluchend) das Polster zerschneiden. Tat mir richtig weh, wenn man die Preise als ET bei DC so sieht…..

Die Kopfstützen rein gesteckt, aber passten nicht. Die Krümmung war zu groß, also in den Schraubstock mit Alubacken und gerichtet, bis es passt. Die Stützen sind kein spröder Stahl, sie müssen deformierbar sein und nicht brechen, so steht es im Lastenheft des Herstellers. Also kein Problem, die Dinger um 5 mm zu biegen. Die Länge der Stangen ist entscheidend. Mit 107er ist kein Land zu gewinnen, die sind zu kurz, man bekommt das Ding nicht stabil eingespannt.

Lässt der Hinterbänkler nach Weißbiergenuss die Gase entweichen, biegt es schon die Stütze. Das ist schlecht. Also die langen 123er verwenden. Ich hatte Serie 3, selbst die waren unterschiedlich lang. Warum? Keine Ahnung, vielleicht wollte Daimler da sparen? Die langen Stäbe der Serie 3 kann man schön über die 2 Kunststoffrollen einspannen, und die Kopfstütze wird stabil. So muss es sein!

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Nun meine ebay waren Serie 2, daher irgendwie zu kurz. Daher Kopfstützenkörper Serie 3 mit Bezug Serie 2 verbauen. Ist kinderleicht, da die Bezüge einfach zu wechseln sind. Nur war einer der Serie 3 nicht in der Neigung zu verstellen, er war verschweißt, warum? Keine Ahnung.

Also noch eine Serie 3 auftreiben und umbauen. Um die Kopfstützen vor dem Herausziehen zu sichern ist ja ein Konus in einer Stange. Dort habe ich einen dicken Kabelbinder befestigt. Damit habe ich es nicht geschafft, mit Gewalt das Ding raus zuziehen. So soll es sein! Zum Schluss alle Blechschrauben sauber angezogen und die Gewindeschrauben gesichert, damit nix aufgeht. So fertig:

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Der Farbunterschied ist auf die unterschiedliche Ausbleichung der Teile zurückzuführen ansonsten ist die Sache rund. Sicherheit: sicher besser für jeden, der hinten mitfahren muss oder möchte. Schon von dieser Seite kann man nix falsch machen. Ich habe zumindest nun ein besseres Gefühl, wenn die besser Hälfte hinten neben klein EVA sitzt. Eingebaut in den SLC mit den Kopfstützenschonern:

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Soweit mein Erfahrungsbericht, ohne jede Gewähr oder Vollständigkeit.

Alfons – Für mehr Details, einfach Mail: va_design@web.de